Spree-Aktion

Spree-Aktion, Demonstration von siebzig Behindertenrechtsaktivist*innen in Rollstühlen und über hundert weiteren Menschen mit und ohne Behinderung während des Abstimmungsprozesses zur Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsgesetzes und des geplanten Bundesteilhabegesetzes vom 21. auf den 22. September 2016, die Rollstuhlfahrer*innen hatten sich am Geländer des Berliner Spree-Kais innerhalb der Bannmeile des Deutschen Bundestags angekettet und blieben es vom 21. bis 22.09. über 22 Stunden, Protest gegen den im Gesetzesentwurf fehlenden Druck auf die Privatwirtschaft mit klaren Regeln für verpflichtende Barrierefreiheit, Kritik an der Beschneidung der Selbstbestimmung (keine Wahlfreiheit bei der eigenen Wohnform) entgegen der UN-Behindertenrechtskonvention und an der Reduzierung von Menschen mit Behinderung zum reinen Kostenfaktor, Verlesung der „10 Gebote für Bundestag und Bundesregierung“ (bzgl. Menschenrechten von Menschen mit Behinderungen) durch Dr. Sigrid Arnade (1. Ich bin das unteilbare Menschenrecht. Du sollst keine Kostenvorbehalte haben wider mich. 2. Du sollst den Begriff der Menschenrechte nicht missbrauchen und ihn nicht verwenden, wenn es nur ums Sparen geht. 3. Du sollst die UN-Behindertenrechtskonvention heiligen. 4. Du sollst behinderte Eltern ehren und ihnen Assistenz gewähren. 5. Du sollst behinderten Menschen nicht den Lebensmut nehmen. 6. Du sollst nicht der Wirtschaft hörig sein, sondern Private zur Barrierefreiheit verpflichten. 7. Du sollst den Kreis der Leistungsberechtigten nicht einschränken und keine notwendigen Leistungen aus Habgier vorenthalten. 8. Du sollst keine Sonntagsreden zur Inklusion schwingen. 9. Du sollst nicht begehren die Liebe der 16 Ministerpräsident*innen. 10. Du sollst nicht begehren das Einkommen und Vermögen behinderter Menschen.)